Pellet-Zentralheizungen & Pelletkessel

Anders als die Pellet-Einzelöfen für das Wohnzimmer werden Pellet-Zentralheizungen im Heizungsraum von Gebäuden installiert und dienen der Beheizung des gesamten Hauses. Zudem können sie auch für die Erwärmung von Brauchwasser eingesetzt werden. Weiterhin sind solche Zentralheizungen zu unterschieden, die alleine mit Pellets betrieben werden können und solche, die als Holzheizkessel ausgelegt sind und auch Stückholz aufnehmen können. Letztere Anlagen werden als Scheitholz-Pellet-Kombinationskessel bezeichnet.

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Aufbau und Funktion einer Pellet-Zentralheizung

Da Pellet-Zentralheizungen ein ganzes Gebäude erwärmen können müssen, können sie erst ab einem bestimmten Leistungsvermögen sinnvoll eingesetzt werden. Der Wärmebedarf, der auch als Heizlast bezeichnet wird, beginnt bei diesen Anlagen bei 3,9 kW. Ein Einsatz wird damit insbesondere in Ein- und Zweifamilienhäusern möglich bis zu einer Heizlast von etwa 30 kW. Sollen größere Gebäude mit Pellets beheizt werden, können mehrere Anlagen zu einer Kaskade zusammengeschlossen werden. Hiermit lassen sich dann auch große Wohn- und Betriebseinheiten versorgen.

Hinsichtlich der Funktionsweise können die Pelletheizungen mit Hackschnitzelheizungen verglichen werden, da der Brennstoff periodisch in die Brennkammer eingeführt wird. Aus diesem Grund ist eine Zuführeinrichtung notwendig, die aus dem Pelletlager neuen Brennstoff einbringen kann. In einem zweiten Schritt werden die Pellets in einem Festbettreaktor verbrannt.

Damit die richtige Menge an Brennstoff in den Brenner gelangt, um eine bestimmte Zieltemperatur zu erreichen, ist eine aufwändige Steuerungs- und Regelungstechnik vonnöten.
Die bei der Verbrennung entstehende Asche wird schließlich in einem Aschekasten aufgefangen. Wie bei anderen Heizungen auch dient die Verbrennung der Erwärmung von Wasser, das an den Ort des Bedarfs weitergeleitet wird.

In der Praxis wird die Wärmeenergie in einem Pufferspeicher zwischengespeichert, um Verluste und Emissionen während der Aufwärm- und der Ausbrandphase zu minimieren. Ergänzt wird der Aufbau der Anlage durch Sicherungseinrichtungen wie etwa eine Rückbrandsicherung. Pelletheizungen zeichnen sich im Allgemeinen dadurch aus, dass sie vollautomatisch funktionieren und lediglich eine Reinigung und Wartung der Anlage in bestimmten Zeitabständen erforderlich ist.