Pelletheizungen: Einbau nur von zertifizierten Fachbetrieben

Nicht nur ökologische Aspekte spielen bei der Entscheidung für eine Pelletheizung eine entscheidende Rolle. Auch die immer weiter ansteigenden Preise für Heizöl und -gas sind ausschlaggebend für die stetig wachsende Nachfrage von Pelletheizungen.

Denn sogar wenn die Verbraucher einen günstigen Tarif abschließen und billiges Gas beziehen, liegen die monatlichen Kosten für eine Gasheizung deutlich über denen einer Pelletheizung.

Durch den größeren Markt ist auch die Entwicklung auf diesem Gebiet fortgeschritten und das Heizen ist inzwischen vergleichbar mit konventionellen Heizungsanlagen. Dabei sind die Vorteile der Pelletheizung klar erkennbar. Sie ist nicht nur sparsam, sondern auch klimaneutral und die Heizkosten bleiben durch den nachwachsenden Rohstoff konstant. Zudem sind die Preise für Holzpellets deutlich niedriger als die für Heizöl oder -gas.

Eine Studie des Europäischen Instituts für Energieforschung (EIFER) ergab, dass der Einbau einer Pelletheizung für Hausbesitzer in jedem Fall eine lohnende Investition darstellt. Für diese Studie wurden über einen Zeitraum von zwei Jahren neun verschiedene Gebäude ausgewertet, in denen zuvor eine Pelletheizung eingebaut wurde. Obwohl diese Häuser eine unterschiedliche Dämmung aufwiesen, zeigte sich im Dauertest, dass sich der Austausch des Heizkessels durchaus als wirtschaftlich sinnvoll erwies. Noch effizienter arbeitet die Pelletheizung, wenn auch die Heizkörper ausgetauscht werden. Der Einbau von neuen Heizkörpern kann allerdings auch noch nach der Installation der Pelletheizung erfolgen.

 

Fachkompetenz und Erfahrung für den Einbau unerlässlich

 

Ein Öl- und Gaspreisvergleich zeigt, dass die Heizkosten verglichen mit denen einer herkömmlichen Heizungsanlage bei einer Pelletheizung um 30 Prozent niedriger sind. Durch die günstigeren Heizkosten und die Umweltfreundlichkeit entscheiden sich immer mehr Hausbesitzer für eine Pelletheizung. Damit die Heizungsanlage allerdings ohne Probleme funktioniert, sollte man den Einbau unbedingt von einem zertifizierten Fachbetrieb durchführen lassen. Denn für die Installation einer Pelletheizung benötigen die Handwerker Spezialkenntnisse und auch dementsprechende Erfahrungen in diesem Bereich. Zudem sollten die Heizungsbauer die Hausbesitzer vor dem Einbau umfangreich beraten und kompetent auf mögliche Fragen antworten können.

 

Um diese Anforderungen erfüllen zu können, hat das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) im Jahr 2011 die Fortbildungskampagne „Fachbetrieb für Pellets und Biomasse“ gestartet. Im Rahmen dieser speziellen Schulung wird den Heizungsbauern das benötigte Fachwissen vermittelt, das für die Planung, die Installation und auch die Wartung von Pellet- sowie Biomasseanlagen benötigt wird. Zudem eignen sich die Schulungsteilnehmer neuste Kenntnisse im Bereich Brennstoffqualität und Lagerung der Holzpellets an. Nach Beendigung dieser Fortbildung können die Fachbetriebe den Hausbesitzern kompetent zur Seite stehen und über den Einbau einer Pelletheizung informieren.

 

Im Zuge dessen darf der Heizungsbaubetrieb auch den Titel „Fachbetrieb für Pellets und Biomasse“ führen. Dies ist allerdings auf einen Zeitraum von drei Jahren beschränkt und muss regelmäßig durch eine weitere Fortbildung erneuert werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Heizungsbauer stets auf dem neusten Kenntnisstand sind. Inzwischen wurden deutschlandweit bereits 1.200 Fachbetriebe vom Deutschen Pelletinstitut mit dem Titel „Fachbetrieb für Pellets und Biomasse“ ausgezeichnet. Über das Internet finden Interessenten einen Fachbetrieb in ihrer Nähe, der den Einbau kompetent durchführt und die Hausbesitzer bereits im Vorfeld über die Vorteile informiert und die Handhabung der Pelletheizung erklärt.

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